Debeka bausparvertrag geld entnehmen

In den Boomjahren, die auf den Wiederaufbau der Nachkriegszeit folgten, schnellte die Mitgliederzahl von Debeka Health in die Höhe. 1950 wurde die Zahl der Verträge mit einer Million überschritten. Fünf Jahre später, als das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen feierte, hatte die Debeka die Verluste der späten 1940er Jahre kompensiert. 1965 belief sich die Zahl der Gesundheitsverträge auf 1,4 Millionen. Ein Teil dieses Wachstums wurde durch Maßnahmen verursacht, die in den 50er Jahren ergriffen wurden. Das Höchstalter für neue Mitglieder wurde erhöht; spezielle Einführungsangebote für Auszubildende wurden eingeführt; bestimmte bestehende Gesundheitsbedingungen wurden gegen eine zusätzliche Gebühr in den Versicherungsschutz einbezogen; und die jährlichen Prämienerstattungen für gesunde Mitglieder wurden auf drei Monatsprämien verlängert. Darüber hinaus erlebte Debeka eine steigende Nachfrage nach zusätzlicher privater Abdeckung für Personen mit öffentlicher Gesundheitsversorgung. 1981 zogen 671 Debeka-Mitarbeiter in den brandneuen Hauptsitz. Es dauerte ein weiteres Jahrzehnt, um den gesamten Gebäudekomplex fertigzustellen, der für zukünftiges Wachstum konzipiert war. Als das Projekt 1992 abgeschlossen war, hatte sich die Zahl der dort beschäftigten Mitarbeiter bereits verdoppelt.

Mehrere Faktoren trugen zu Debekas anhaltendem Wachstum in den 1980er und frühen 1990er Jahren bei. Die politischen Bedingungen für private Krankenversicherer haben sich verbessert. 1989 wurden Beamte in Deutschland von der obligatorischen gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen und damit der Kernmarkt der Debeka ausgebaut. Auch Debeka Life und die Bausparkasse Debeka Bausparkasse wuchsen gesund. 1981 trat die Debeka in den Markt der Direkten Sach- und Unfallversicherung ein, als das Unternehmen seine allgemeine Versicherungstochter, die Debeka Allgemeine AG, gründete. Angefangen bei der Unfallversicherung, bot die neue Tochterbald Miet- und Hausbesitzerpolicen an. In den 1990er Jahren kamen auch Auto- und Rechtsversicherungen hinzu. Schließlich beanspruchte die Debeka nach ihrem Eintritt in die Bundesrepublik Deutschland 1990 schnell ihren Anteil an den ostdeutschen Bundesländern. Bis Ende des Jahres hatte das Unternehmen 25 Niederlassungen in Ostdeutschland sowie rund 100 Büros im Westen des Landes eingerichtet.

Die Geschichte der Debeka reicht bis in die Wende des 19. Jahrhunderts zurück, eine Zeit fundamentaler politischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen in Deutschland. Während der Industrialisierung des Landes initiierte der Reichskanzler Otto von Bismarck eine Reihe von Sozialreformen, die der anschwellenden sozialistischen Bewegung den Wind aus den Segeln nehmen sollten. 1883 führte er eine obligatorische Krankenversicherung für die deutsche Arbeiterklasse ein. Die Arbeitgeber mussten ein Drittel der Prämien beisteuern, und die Arbeitnehmer mussten den Restbetrag zahlen. Die neue Krankenversicherung für Arbeiter hat eine wachsende Zahl von Organisationen angespornt, die eine ähnliche Krankenversicherung für andere Berufe anbieten. Am 2. Juli 1905 gründete eine Gruppe kommunaler Beamter aus der deutschen Rheinprovinz unter der Leitung von Stadtsekretär Josef Funken aus Koblenz eine Selbsthilfeorganisation zur Krankenversicherung für kommunale Beamte im Rheingebiet. Als Mitgliedsverband organisiert, zahlten die Mitglieder ihre Prämien und erhielten Leistungen bei Krankheit oder Tod aus den Kollektivkassen des Vereins. Im September 1905 wurde die neue Krankenunterstützungskasse für die Gemeindebeamten der Rheinprovinz als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zugelassen. Nur ein Jahr später weitete die Krankenhilfeskasse ihren Betrieb nach Preußen aus und erhielt 1910 die Genehmigung, in ganz Deutschland Geschäfte zu machen. Um dem Wandel Rechnung zu tragen, wurde der Verein in Krankenkasse für die Gemeindebeamten und Angestellten des Deutschen Reiches umbenannt.

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